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Neue Erfindung: Wer seinen Netflix-Account teilt, könnte bald Probleme bekommen!


Andreas Engelhardt  

Es ist eine weit verbreitete Praxis unter Netflix-Nutzern und Kunden anderer Streaming-Dienste, sich einen Account mit anderen zu teilen. Schließlich kann man so die Kosten teilen, womit jeder weniger zahlen muss. „Dank“ einer neuen Technologie könnte das sogenannte Account-Sharing aber bald für viele nicht mehr möglich sein.

Auf der Technik-Messe CES wurden in Las Vegas auch 2019 wieder zahlreiche neue Erfindungen vorgestellt. Diese sollen uns in der Regel den Alltag erleichtern oder andere Vorzüge mit sich bringen. Ein neues Programm könnte aber Netflix-Nutzern eher Schweißperlen auf die Stirn trieben, wie die Daily Mail berichtet.

Software-Hersteller Synamedia entwickelte dieses Programm, das mit Hilfe einer Technologie diejenigen Streaming-Nutzer ausfindig machen soll, die sich ein Abonnement teilen. Dabei sollen Verhaltensweisen genutzt werden. Ein Beispiel:  Wer sich auf einem Nutzerprofil regelmäßig oder gar gleichzeitig in zwei Städten anmeldet, hat seinen Zugang vermutlich geteilt. Dabei soll die KI sogar unterscheiden können, ob man sich in einem anderen Ort im Urlaub befindet oder nicht doch sein Passwort mit Freunden oder Familienmitgliedern teilt, die nicht im selben Haus leben.

Neben Serien, Filmen und dem Teilen von Passwörtern hält Netflix noch mehr für euch bereit:

Das Teilen von Passwörtern verstößt tatsächlich gegen Netflix‘ Nutzungsbedingungen

Sollte der letztgenannte Fall eintreten, bietet das Programm laut Hersteller Synamedia den entsprechenden Nutzern lediglich einen teureren Premium-Account an, der für genau solche Fälle vorgesehen ist. Eine direkte Kündigung soll also anscheinend nicht ausgesprochen werden. Dabei verstößt das Teilen seines Passwortes mit anderen tatsächlich gegen die Nutzungsbedingungen von Netflix. Darin steht, dass Zugangsdaten aus Sicherheitsgründen nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen.

Laut einer Untersuchung, die die Daily Mail zitiert, sollen Pay-TV-Sender im Jahr 2021 fast 10 Milliarden US-Dollar an Umsätzen durch das Teilen von Accounts verlieren. Bei Streaming-Diensten wie Netflix dürfte es ähnlich aussehen. Jean Marc Racine, Einkaufsleiter von Synamedia, meint ebenfalls, dass das gemeinsame Nutzen von Zugängen zu teuer geworden ist, um es noch länger ignorieren zu können.

Ob Netflix diese neue Technologie nutzt, um die versäumten Einnahmen einzuholen, ist allerdings offen. Netflix-Chef Reed Hastings meinte immerhin, dass das Teilen von Profilen eine gute Sache sei. Wenn sich Kinder einen Account mit ihren Eltern teilen, würden sie sich beispielsweise später oftmals einen eigenen zulegen, sobald sie ihr eigenes Geld verdienen. Das sagte Hastings ebenfalls bei der CES in Las Vegas – allerdings 2016. Drei Jahre später könnte der Streaming-Dienst aufgrund der neuen Technologie seine Haltung vielleicht überdenken.

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